Teemotionen

Temial bringt uralte Teekunst in die Tasse – und die schmeckt frisch! Start-up-Feeling spielte bei der Entwicklung eine große Rolle. Und die Suche nach dem perfekten Genuss.

 

 

Text: Micha Betz • Fotos: Michael Gernhuber

„Abwarten und Tee trinken. Löst zwar keine Probleme, schmeckt aber großartig.“

Temial Tee-Experte Thomas Langnickel-Stiegler

Tea makes the world go round

 
Tee kennt keine Grenzen. In Asien sind um ihn Zeremonien entstanden, in Arabien ist er ein Zeichen für Freundschaft, und was wäre Großbritannien ohne seine teatime? Teegenuss liegt voll im Trend – und mit Temial hebt ihn Vorwerk auf ein neues Level.

Vor sechs Jahren hatten die Vorwerk Mitarbeiter Björn Rentzsch und Sascha Groom die zündende Idee: „Wir dachten uns: Warum nicht die Teezubereitung erneuern?“, erinnert sich Rentzsch. Getreu der Devise Mach’s richtig oder lass es! wollten sie puren Teegenuss erlebbar machen, wie man ihn beispielsweise in der chinesischen Teezubereitung findet. „Unser Ziel war es, dieses jahrtausendealte Wissen modernisiert ins Jetzt zu holen“, erklärt Rentzsch.

Seit 2012 arbeiten die beiden Erfinder an Temial – unterstützt von Vorwerk und der Unternehmerfamilie. „Wir konnten eine Art ‚Start-up’ innerhalb des Unternehmens gründen“, erzählt Rentzsch. Aus dem Zwei-Mann-Team wurde schließlich ein Geschäftsbereich mit mehr als 15 Mitarbeitern. „Unsere Mission ist aber immer gleich geblieben: authentische Teekultur erlebbar zu machen“, sagt Dr. Groom.

„Echter Tee ist für mich Genuss pur, eine Art Meditation zum Trinken.“

Um diese Mission zu erfüllen, arbeitet das Temial Team in Deutschland und China mit Partnern zusammen, die über langjährige Erfahrungen in der Teebranche verfügen. Einer davon ist der Tee-Experte Thomas Langnickel-Stiegler. Der 37-Jährige stieg im vergangenen Jahr als fester Mitarbeiter bei Temial ein. „Mich beeindruckt, wie respektvoll sich das Team mit dem Tee befasst“, sagt Langnickel-Stiegler. „Durch Temial werden viele Menschen erstmals erleben, wie aromatisch guter Tee wirklich ist.“

Bei aller Liebe zur Tradition legen die Entwickler jedoch Wert auf Alltagstauglichkeit. Denn die Zubereitung der verschiedenen Teesorten erfordert Fachwissen. Beim Temial-Teegerät wird dieses ab Werk mitgeliefert: Über einen Scanner liest das Gerät die Codes auf den Tee-Sachets, erkennt die Sorten und stellt Parameter wie die perfekte Ziehzeit automatisch ein.

Praktisch ist auch die Steuerung per App und die Möglichkeit, Tee direkt am Gerät im Temial Onlineshop zu bestellen. Jedem Teegerät liegen von Anfang an zehn Teesorten bei. Ihr Geschmack reicht von fruchtig-blumig bis zu malzig-herb. Künftig plant Temial das Angebot weiter auszubauen. Über den Tassenrand hinaus bietet die Marke aber noch vieles mehr: „Das fängt bei Bambustabletts an und reicht bis zur Matcha-Grünteeschokolade“, erklärt Rentzsch. Denn so vielfältig wie die einzelnen Teesorten ist auch die Art, sie zu genießen.

„Tee ist wie Wein.“

 

Herr Langnickel-Stiegler, nehmen Sie als Experte Milch in ihren Tee?

Nein, ich trinke Tee pur. So kann ich das natürliche Aroma wahrnehmen. Grundsätzlich gilt aber: Erlaubt ist, was schmeckt! Ein Schuss Milch zu einem malzig-kräftigen Assam-Schwarztee ist also kein Fauxpas.

Was bedeutet Tee für Sie?

Echter Tee ist für mich Genuss pur, eine Art Meditation zum Trinken. Die Voraussetzung dafür ist, dass man sich Zeit nimmt und dem Tee Aufmerksamkeit schenkt. Außerdem erleben viele Menschen den Tee als Ruhespender im Alltag. Nicht umsonst sagt der Volksmund: Abwarten und Tee trinken. Das löst zwar keine Probleme, schmeckt aber großartig. Darüber hinaus verhilft der Tee uns manchmal auch zu einem klaren Kopf. Er gilt als sanfter Wachmacher.

Warum?

Anregende Teesorten enthalten Koffein, genau wie Kaffee. Der Unterschied ist, dass das Tee-Koffein sich langsamer entfaltet. Das liegt an speziellen Stoffen im Teeblatt, die das Koffein binden. Bei längerer Ziehzeit löst sich außerdem Theanin, das beruhigend wirkt und zu mehr Ausgeglichenheit führt. Ich nenne das manchmal den „Zen-Effekt“ des Tees.

Welchen Tee empfehlen Sie für welche Gefühlslage?

Da gibt es keine Regel. Eine meiner Lieblingssorten ist aber der japanische Grüntee. Wenn draußen alles verschneit ist, mag ich ihn gern kalt aufgegossen – wegen seines Geschmacks und der kräftigen Farbe. Jemand anderes genießt ihn vielleicht lieber im Sommer. Was viele nicht wissen: Tee ist wie Wein – er bietet feine Aromen für jede Stimmung. Mit dem Temial-Teegerät machen wir diese einem größeren Publikum leicht zugänglich.

Reicht dazu nicht einfach ein Teebeutel?

Nein, denn im Teebeutel befindet sich Feinschnitt. Sobald der ins Wasser taucht, setzt er alle Aromen und Bitterstoffe gleichzeitig frei. So ist es praktisch unmöglich, die feinen Geschmacksnoten wahrzunehmen. Bei Temial werden dagegen ganze Blätter mit Wasser übergossen, und das ist gut fürs Aroma.

Sind Sie auch Tee-Experte?


Die Geschichte des Tees ist alles andere als kalter Kaffee. Wetten? Hier sind acht Fragen rund um 
das vielfältige Gebräu, das die ein oder andere Überraschung bereit hält. Kurz ziehen lassen und dann mit dem neuen Wissen mal so richtig angeben.
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NUR DAS BESTE
IN DIE TASSE

Bio-Tee? Selbstverständlich! Im Temial Teesortiment finden sich ausschließlich hochwertige Sorten aus kontrolliert biologischem Anbau. Für die Komposition der Teemischungen werden nur allerfeinste Blätter verwendet. Die Teesorten stammen aus bekannten Anbaugebieten, die sich unter anderem in China, Japan, Indien und Südafrika befinden. Auf einem eigenen Online-Blog finden Freunde von Temial Artikel zu diesen Themen. Mehr dazu unter: temial.vorwerk.de 

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